Kleintierpraxis Sudweyhe
 
   
   
 

Chiropraktik

 

Einsatzbereiche der Chiropraktik bei Kleintieren

 

 

Was ist Chiropraktik?

Um ein gesundes, agiles und fröhliches Leben führen zu können, ist eine optimale Beweglichkeit und Nervenfunktion für unsere Vierbeiner notwendig, denn sie gewährleistet einen ungestörten Informationsaustausch zwischen dem Gehirn und den Organen.
Chiropraktik ist eine schonende und schmerzfreie manuelle Behandlungsmethode ( griech.: von Hand getan) die Störungen in der Beweglichkeit der Wirbelsäule oder der Gelenke entdeckt und behandelt. Im Mittelpunkt steht dabei die ungestörte und optimale Beweglichkeit der Wirbelsäule, da Blockaden ( sog. Subluxationen) die zwischen den Wirbeln austretenden Nervenstränge reizen und deren Funktion stören können.
Manche Tiere zeigen bei Blockaden akute Beschwerden, viele bleiben aber auch durch die sofort reflektorisch vom Körper eingenommene Schonhaltung lange unauffällig. Diese Kompensation hilft dem Vierbeiner zwar mit Steifheit, Schmerzen und Muskelverspannungen „zurechtzukommen“, führt aber über kurz oder lang zu Über-, und Fehlbelastungen anderer Bereiche des Bewegungsapparates zu weiteren Einschränkungen bis hin zu strukturellen Schäden.

Ziel der sanften chiropraktischen Untersuchung ist es, Funktionsstörungen in der Biomechanik der Wirbelsäule ( Blockaden) zu lokalisieren, ihre Ursache zu ergründen und diese gezielt zu behandeln. Die Korrektur der Bewegungseinschränkung erfolgt durch eine gezielte, behutsame, manuelle Behandlung. Ein kurzer, spezifischer und sehr schneller Impuls direkt am Wirbelkörper oder seinen Fortsätzen löst die Blockade, ermöglich wieder ein ungestörtesund schmerzfreies Zusammenspiel von Nerven, Muskeln und Gelenken.Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden angeregt und auch die Organfunktionen und die gesamte Vitalität des Tieres harmonisiert und positiv beeinflußt.

Chiropraktik behandelt also keine Symptome wie Schmerz oder Muskelverspannungen sondern beseitig gezielt und wirkungsvoll die Ursache der Beschwerden und bietet durch diese völlig andere Herangehensweise gerade bei Funktionsstörungen von Wirbelsäule und Organen aber auch bei akuten und chronischen Schmerzen eine sinnvolle und sehr effektive Erweiterung der tierärztlichen Therapiemöglichkeiten.

Was ist eine Blockade oder Subluxation?
Eine chiropraktische Subluxation ( Blockade) ist eine funktionelle Fehlstellung eines Wirbels wodurch sein natürlicher Bewegungsspielraum eingeschränkt wird. Folgen einer solchen Blockade sind Beweglichkeitsverlust, Steifheit, Muskelverspannungen, Schmerzen, Bewegungsstörungen, Beeinträchtigung der aus der Wirbelsäule austretenden Nerven, Kompensations- und Schonhaltungen.

Wie entstehen solche Blockaden oder Subluxationen?
Die Wirbelsäule unserer Vierbeiner ist eine komplexe Einheit aus Knochen, Bändern, Muskeln und Nerven. Eine Vielzahl von Ursachen aus dem alltäglichen Leben kann eine Blockade und damit eine Funktionsstörung zur Folge haben:

 

  • akute oder länger zurück liegende Traumata durch Stürze, Wegrutschen auf glattem Grund, Gegenlaufen oder Angerempelt werden beim Toben
  • Überbelastungen und Fehlbelastungen aber auch Bewegungsmangel
  • einseitige Belastungen und Bewegungen besonders bei Schutz-, Wach- und Sporthunden
  • angeborene Gelenkfehlstellungen wie HD, ED oder OCD
  • schlecht angepasste Halsbänder, Brustgeschirre, Rucken an der Leine, einseitiges Hochguckenmüssen zum Hundeführer

Woran können Sie erkennen, ob Ihr Tier unter Blockaden leidet?
Bei Hunden Katzen und Nagern äußern sich Blockaden der Wirbelsäule oder der Gliedmaßengelenke unterschiedlich. Die häufigsten Symptome sind:

Schmerz und Muskelverspannungen
Bewegungs-, und Haltungsauffälligkeiten

  • akute Nacken-, und Rückenschmerzen ( Hexenschuß)
  • eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Bewegungsunlust, Unwillen Treppen zu steigen oder ins Auto zu springen
  • Schmerzhaftigkeit bei Berührungen, bestimmten Bewegungen oder Hochheben
  • unspezifische Lahmheiten, Passgang, abgeschliffene Krallen
  • veränderte Sitzposition ( Welpensitzen)
  • Leckekzem an Beinen oder Pfoten
  • wiederkehrende Verdauungsprobleme ( besonders bei Kaninchen)
  • Harnträufeln

Leiden unsere Vierbeiner unter schmerzhaften Blockierungen und Verspannungen, so bedeutet dies einen ungeheuren Stress für das gesamte Tier. Folge dieser Belastung ist oft ein erhöhter Erregungszustand des Nervensystems der zu einer Schwächung der Organe und des Immunsystems führt. Eine Lösung der Blockaden kann dem Patienten helfen zu einem starken Immunsystem und einer gesunden und vitalen Organfunktion zurückzufinden.

Einsatzbereiche der Chiropraktik bei Kleintieren

  • chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates

Spondylose, Arthrose, angeborene oder erworbene strukturelle Veränderungen wie HD, ED oder OCD, Cauda Equina Syndrom.

Fehlbelastungen und Überlastungen führen häufig zu Blockaden in gesunden Bereichen der Wirbelsäule und der Gelenke. Werden diese behandelt, läßt sich die Symptomatik deutlich verbessern, die Lebensqualität erhöhen und ein Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern.

  • Wirbelsäulentraumata (nach röntgenologische Abklärung)
  • Diskopathien ( Dackellähme) (nach röntgenologischer Abklärung)
  • Halswirbelsäulensyndrom, Ichiasneuralgien
  • unspezifische Lahmheiten (können ihre Ursache in Blockaden der Wirbelsäule oder Gliedmaßengelenke haben)
  • geriatrische Patienten
  • Schutz, Wach- und Sporthunde
  • zur Behandlung disziplinspezifischer Blockaden und zur Leistungsoptimierung.

So zeigen Schutzhunde häufig Blockaden in Halswirbelsäule und Kiefergelenken, während Hunde die Agility betreiben oft Blockaden in Schultern, Zehen und Ellenbogengelenken haben. Die chiropraktische Behandlung behebt diese Störungen und unterstützt unserer Hunde besonders bei speziellen Anforderungen im Sport (Stoppen, Springen, Kurven) dabei, diese weich und elastisch abfedern zu können.

  • wiederkehrende Analdrüsen-, oder Ohrenentzündungen
  • Inkontinenz (kann durch Blockaden in der Lendenwirbelsäule hervorgerufen werden)

Kann die chiropraktische Behandlung
meinem Tier schaden? Können die Gelenke
bei häufiger Behandlung ausleiern?

Eine korrekt ausgeführte chiropraktische Behandlung durch einen professionell ausgebildeten Chiropraktiker kann niemals einen Schaden an den Gelenken verursachen. Die Untersuchung und Behandlung der Gelenke erfolgt nur innerhalb ihres normalen Bewegungsspielraumes und die Lösung von Blockaden erfolgt bei einem speziell ausgebildeten Therapeuten durch einen zielgerichteten, extrem kurzen und schnellen Impuls mit sehr spezifischen Ansatzpunkten. Weder das Gelenk noch die umgebenden Bänder, Muskeln, Sehnen und Nerven werden dabei überdehnt, im Gegenteil, bei regelmäßige Behandlung werden die Bewegungen geschmeidig und elastisch.

Chiropraktiker, Knochenbrecher, Einrenker – was ist das eigentlich, wo ist der Unterschied?

Leider ist z.Z. die Berufsbezeichnung Chiropraktiker in Deutschland nicht geschützt und auch jeder laienhaft ausgebildete „Einrenker/Knochenbrecher“ darf sich als Chiropraktiker bezeichnen. Von Laien durchgeführte Gelenkmanipulationen sind keine Chiropraktik und die oft gesehenen und recht spektakulär wirkenden Techniken mit langem Hebeln sind nicht ungefährlich für die Patienten. Nur Tierärzte mit spezieller Zusatzausbildung sind in der Lage eine sichere und risikofreie Behandlung durchzuführen, da sie orthopädisch und neurologisch geschult sind und fundierte Kenntnisse über die Biomechanik des Bewegungsapparates verfügen.

Ist die chiropraktische Behandlung auch für
Katzen geeignet? Und wie ist es mit Kaninchen?

Die meisten Katzen lieben die chiropraktische Behandlung. Aufgrund ihrer hohen Sensitivität sprechen sie sehr gut auf die sanften Korrekturen und positiven Stimuli des Nervensystems an. Viele ältere Katzen leiden an degenerativen Veränderungen der Gelenke ( Arthrosen), besonders häufig der Wirbelsäule. Hier kann eine regelmäßige chiropraktische Behandlung die Beweglichkeit verbessern, Schmerzen lindern und ein Fortschreiten der Veränderungen verlangsamen. Auch die Funktion der Organe läßt sich oft positiv beeinflussen, so z. B. bei Katzen mit chronischer Niereninsuffizienz, die häufig Blockaden in der Lendenwirbelsäule zeigen.

Kaninchen mit immer wiederkehrenden Verdauungsbeschwerden haben oft Blockaden in ihrer Wirbelsäule, die eine gestörte nervale Versorgung der Verdauungsorgane zu Folge haben können. Eine chiropraktische Behandlung kann diese Funktionen harmonisieren. Ach bei Zahnproblemen kann sie hilfreich sein, denn eine Lösung der Blockaden in den Kiefergelenken kann das Behandlungsintervall von notwendigen Zahnkorrekturen oft verlängern.

Wie oft muß mein Tier
chiropraktisch behandelt werden?

Liegt eine akute Blockade vor, die noch nicht zu einer manifestierten Kompensationshaltung oder strukturellen Veränderungen in den Bewegungssegmenten geführt hat, sind in der Regel sind ein bis vier Behandlungen nötig um die gestörte Beweglichkeit und Funktion zu beheben. Bei chronischen Erkrankungen wie Arthrosen, Hüftgelenksdysplasien, knöchernen Veränderungen der Wirbelsäule (Spondylopathia deformans, Wirbelanomalien) kann eine kontinuierliche Behandlung im Abstand von einigen Wochen oder auch Monaten die Gelenke beweglicher und elastischer halten, ein Fortschreiten der Veränderungen verlangsamen und die Lebensqualität unserer vierbeinigen Patienten erheblich verbessern.

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